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Geschichte

Am 01. Mai 1118 wurde die von Gräfin Bertha von Groitzsch gestiftete Marienkirche, durch den Naumburger Bischof Dietrich geweiht. Mit dieser Stiftungsurkunde existiert der erste schriftliche Nachweis einer Besiedlung.

Nachdem sich die ersten Siedler an der Furt der heutigen Zwickauer Mulde im Bereich des [Schlosses Osterstein] niederließen, entwickelte sich dank des „Böhmischen Steiges“aus einer Kaufmanns- und Handwerkersiedlung die größte Handelsstraße des alten Sachsens. Sie führte von Halle nach Leipzig kommend, weiter über das Erzgebirge nach Böhmen. Zwickau nutzte nach Erschließung der reichen Silbervorkommen im nahen Schneeberg die günstige Lage als Vermittler zwischen dem Vogtland und der benachbarten Bergregion mit funktionierendem Handel und einem leistungsfähigem Handwerk.

Patrizier Zwickaus, wie der bekannte [Martin Römer], erwarben sich das Schneeberger Silber Kapital und sicherten sich somit weitere Anteile am Bergbau. Sie legten ihr Geld in Kunstwerken an und bauten prächtige Wohn- und Geschäftshäuser.

Die Stadtkirche St. Marien wird prächtig erneuert, [Peter Breuer], der berühmte einheimische Bildschnitzer, erschaffte 1502 die Pieta, ein wunderschönes Andachtsbild im Dom zu Zwickau. Protzige Wohn- und Geschäftshäuser entstehen, das Rathaus erhält die Jacobskapelle. Als Zunfts- und Kaufhaus der Tuchmacher wird das Gewandhaus errichtet. Parallel zum Silberabbau entwickelt sich seit dem 14. Jahrhundert in Zwickau der Steinkohlebergbau zum bedeutensten sächsischen Kohlerevier. Damit waren alle wirtschaftlichen Voraussetzungen gegeben, dass sich die Stadt Zwickau zu einem blühenden Gemeinwesen entwickelte.